Weinlese

Beitrag veröffentlicht am 19. September 2022

Die spannenste Zeit im Jahr eines Winzers - die Weinlese.

Zum Anfang des Spätsommers wird bereits der Zuckergehalt der Trauben gemessen. Er ist Maßstab für die Reife und er bestimmt wesentlich mit, wann ein Wein gelesen wird. Gemessen wird der Zuckeranteil übrigens in Öchslegraden, einer Einheit die unter anderem Rückschlüsse auf den potentiellen Alkoholgehalt des Weines zulässt.

Die Lesezeit ist sicher der spannendste Moment für den Winzer. Dann entscheidet sich, ob die ganze Mühe zur Pflege des Weinbergs mit einem erfolgreichen Wein belohnt wird. Wann ein Wein reif ist für die Lese, hängt natürlich hauptsächlich von der Rebsorte und der Witterung ab. Letztlich bestimmt der Winzer den Zeitpunkt, an dem die Trauben ihren Weg in den Keller finden. Er schätzt das Wetterrisiko ein, plant, welchen Wein er wann keltern will. Denn einerseits wird ein Wein im Prinzip besser, wenn die Pflanze lange Zeit hat, die Trauben zu versorgen. Andererseits können ein plötzlicher Frost oder eine Regenperiode die Lese beeinträchtigen.

Je höher die angestrebte Weinqualität, desto wichtiger die Frage, ob per Hand oder maschinell geerntet werden soll. Handarbeit ermöglicht eine genaue Selektion: Nur die reifen Trauben werden abgeschnitten. Faule Beeren können aus der Traube herausgeschnitten werden. Manchmal muss der Leser an mehreren Tagen durch die Weinberge gehen und immer nur die reifen Trauben abschneiden. Das ist teuer. Eine Erntemaschine spart dagegen Zeit und Geld. Das Prinzip: Die Trauben werden durch Vibration herabgerüttelt und aufgefangen. Ist der Vollernter korrekt eingestellt und sind die Trauben optimal reif, ist diese Art zu ernten durchaus schonend und bedeutet kaum eine Qualitätsminderung.

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