Was macht einen guten Wein aus?

Beitrag veröffentlicht am 14. März 2022

Was macht einen guten Wein aus?

Geschmäcker sind unterschiedlich und so kann man nicht pauschalisieren ob es sich um einen guten oder schlechten Wein handelt. Man muss die Blickrichtung ändern und sich fragen: „Passt der Wein zu dem Anlass?“. Vor dem Kauf müssen Sie festlegen, welche Erwartungen durch den edlen Tropfen erfüllt werden sollen. Genießt man den Wein allein, unter Freunden, beim Abendessen oder auf einer Feier? Es kommt darauf an, wie Sie selbst einen schmackhaften Wein definieren. 


Faktoren für guten Wein

Ein teurer Wein muss nicht grundsätzlich gut sein. Das Etikett sagt nicht immer aus, ob es sich um einen guten oder schlechten Wein handelt. Und Wein wird nicht immer besser um so älter er wird. 

Es gilt: Qualität hat ihren Preis, aber guter Wein muss nicht immer teuer sein. Der Wein ist ein landwirtschaftliches Produkt, welches im hohen Maße von Klima, Boden und weiteren Bedingungen abhängig ist. Die jährlichen Erträge können stark variieren, kein Winzer kann vorhersagen, ob ein genussvoller Tropfen entstehen wird. Die Lese findet nur einmal im Jahr statt, während des Gärprozesses muss der Kellermeister Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf die Qualität des späteren Weines haben. Die Arbeit muss geschätzt werden. Jedoch finden Sie selbstverständlich auch hochwertige Weine zu einem günstigeren Preis. 

Oft gibt das Etikett bereits Auskunft darüber, ob Sie einen guten Wein in der Hand halten. Sie finden Angaben zu Abfüller/Erzeuger, Rebsorte, Lage, Weinanbaugebiet, Zusatzstoffe und Ausbaustufen, wie trocken, halbtrocken und lieblich etc. Um eine jeweilige Qualitätsstufe (Landweine, Tafelweine, Deutsche Qualitätsweine und Deutsche Prädikatsweine) müssen die Beeren bereits bei der Lese bestimmte Bedingungen erfüllen. 

Wein soll besser werden, umso länger er gelagert wird. Das ist ein Klischee. Ausschlaggebend ist dabei die Sorte und Qualitätsstufe. Manche Weine sollte man nach kurzer Reifezeit direkt abfüllen und genießen, da sie die Aromen besser entfalten. Andere Weine hingegen sollten über mehrere Monate bis hin zu Jahren in einem bestimmten Fass reifen, um den optimalen Geschmack zu entwickeln. Dies bedeutet also, es kommt nicht auf das Alter an, sondern auf die richtige Sorte. 


Genuss ist subjektiv

Gibt es überhaupt schlechten Wein, sollte es nicht eher „ungenießbar“ heißen? Nach bester Verarbeitung unterliegt der Wein einer Qualitätskontrolle. Trotzdem kann es vorkommen, dass ein Wein mit einem Fehlaroma (der Wein ist zum Beispiel korkig) im Regal landet. Was einen guten Wein ausmacht liegt im Auge des Betrachters.

Weitere Beiträge